Polizei stürmt Soliparty

In der vergangenen Nacht hat die Berliner Polizei zum wiederholten Male versucht, repressiv gegen eine Soli-Veranstaltung für inhaftierte Antifaschist_innen vorzugehen. Nachdem eine in Berlin-Friedrichshain stattfindende Soliparty bereits am 22. August massiv durch zivile und uniformierte Polizeikräfte belagert wurde, die im Laufe des Abends mehrfach versuchten, gewaltsam in linke Veranstaltungsräume einzudringen, zog eine Solidaritätsveranstaltung vom gestrigen Abend abermals Repression nach sich.

Verschiedene Anti-Repressionsgruppen hatten in die K9 geladen, um über die aktuelle Situation inhaftierter Aktivist_innen nach dem 1. Mai (EA-Berlin) und die Verfahren gegen vermeintliche KFZ-Brandstifter_innen (Engarde-Soligruppe) zu berichten. Anschließend fand in den Räumlichkeiten eine Benefiz-Musikveranstaltung mit verschiedenen HipHop-Künstlern_innen und DJs statt, die in der Folge massiv durch Einheiten der Berliner Polizei gestört wurde.

Unter dem Vorwand eines angeblichen Flaschenwurfes auf ein Polizeifahrzeug in der Frankfurter Allee fuhren gegen 3:30 Uhr 10 Mannschaftswagen vor der Location auf. Mit der Ankündigung, die Personalien aller anwesenden Personen kontrollieren zu wollen, drangen die Beamten in das Objekt ein und belagerten für etwa 30 Minuten den Einlass der Musikveranstaltung, während im benachbarten „Café Liberación“ zeitgleich die Personalien sämtlicher Gäste aufgenommen wurden.

Wir verurteilen diese Polizeiaktionen und fordern ein sofortiges Ende der Repression gegen linke Strukturen, Projekte und Einzelpersonen! Freiheit für Alexandra R., Christoph T. und alle anderen die von der derzeitigen Repressionswelle betroffen sind!

Engarde-Soligruppe