Grußbotschaft an Christoph

Grußbotschaft der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin [arab] für Christoph anlässlich der Knast-Kundgebung an seinem Geburtstag, den 09.10.2009 vor der JVA Moabit.

Happy Birthday [Christoph], Gute Nacht Schweinesystem.

Wir sind hier heute vor diesem schäbigen Betonklotz zusammengekommen um einen unserer Freunde Geburtstagsgrüsse zu überbringen und ihm viel Kraft zu wünschen. Dass die Mauern der Herrschaft dich nicht Mürbe machen, dass du nicht vergisst warum du Opfer staatlicher Gewalt geworden bist und dir vor allem während der schweren, langweiligen Stunden im Knast immer wieder bewusst machst, dass du nicht alleine stehst. Sondern, dass deine Freunde und GenossInnen an dich denken und für dich kämpfen.
Der Gedanke an ihren flambierten Lieblings-Nachtisch im Restaurant lässt vielen Herrschenden das Wasser im Mund zusammen laufen. Der selben Serviermethode können sie allerdings wenig lustiges abgewinnen, sobald es um Luxusautos und nicht um karamellisierte Pfirsichspalten geht. Leider führt ihr Klassenstandpunkt nicht nur zu einer unserer Meinung nach bedauerlichen Humorlosigkeit gegenüber jeglicher Variante von autonomen Konjunkturprogrammen, die im Gegensatz zur Abwrackprämie auch ohne Staatsverschuldung auskommen. Stattdessen sieht sich der Staat hier gezwungen, den Totalitätsanspruch seiner Gesetze mit wenn nötig brachialster Gewalt zu demonstrieren. Und so sitzt nun auch unser Genosse Christoph im Knast – nicht nur mit dem Ziel, ihn und seine politischen Ansichten zu brechen, sondern auch alle anderen Menschen klar zu machen, mit wem sie sich anlegen, wenn sie fremdes Eigentum oder die Gesetze des bürgerlichen Staates ignorieren.

Ob Christoph „schuldig“ ist oder nicht, spielt für den Staat eine untergeordnete Rolle, wenn er sich – wie jetzt – unter Druck sieht, seine Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Auch für uns ist Christoph’s Schuld zweitrangig, aber aus ganz anderen Gründen. Für uns ist Christoph einer der vielen Genossinnen und Genossen weltweit, die aufgrund ihres Engagements für eine Welt jenseits der kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse ins Visier der Repressionsbehörden gelangt sind. Wir werden uns die verachtenswürdigen Versuche von Polizei und Justiz, unseren Widerstand zu brechen, nicht gefallen lassen! Unsere Solidarität macht vor Knastmauern keinen Halt! Und auch wenn es uns heute verboten ist, Christoph vom Lauti aus zu grüßen – wir holen das mit Briefen nach!

Knäste zu Baulücken!
No Justice, No Peace!

Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin [arab]