Alex: Ende der Beweisaufnahme

Am heutigen 15. Juni hat der vierte Prozesstermin im Berufunsgverfahren gegen Alexandra R. stattgefunden. Ihr wird eine versuchte KFZ-Brandstiftung vorgeworfen. Bereits im November 2009 war sie nach 156 Tagen in Untersuchungshaft in unterer Instanz freigesprochen worden.

Zunächst wurde die Halterin des beschädigten KFZ und der Verkäufer eines Spätkaufs vernommen. Beide konnten keine neuen Erkenntnisse hervorbringen und wiederholten inhaltlich die Aussagen aus dem ersten Prozess. Als dritter Zeuge war der Richter aus der ersten Instanz geladen. Richter Lach gab in seiner Zeugenaussage den Tathergang anhand der Aussagen von POM Lütz und PK Schulze wieder. Er führte einzelne Widersprüche auf die er in der damaligen Urteilsbegründung als wichtig empfand.

Am vorherigen Verhandlungstag war eine Versuchsreihe angeordnet worden, mit der die Flüchtigkeit von Kohlenwasserstoffen, wie sie in Grillanzündern vorkommen, untersucht werden sollte. Sie ergab zwar, dass nicht an allen Probanden Rückstände von Kohlenwasserstoffen gefunden werden konnten, allerdings noch ein intensiver Geruch an den Händen vorhanden war. Dies war bei der Beschuldigten R. nicht der Fall.

Mit dem heutigen Prozesstermin wurde die Beweisaufnahme im Berufungsverfahren vor dem Landgericht abgeschlossen. Plädoyers und Urteilsverkündung wird es am 29. Juni ab 9 Uhr im Saal 700 geben.

Engarde-Soligruppe